Archive for August 2008

ohne AKW noch hell ?

August 17, 2008

ich will mal wieder einen fundus aus dem netz hier einstellen, um eventuellen befürworter der „AKW aufrüstung/ verlängerung“ den wind aus den segeln zu nehmen.

zitat

„Stand: 12.08.2008

Auch ohne Atomkraft bleibt es hell

Eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigt: wir brauchen keine Atomkraftwerke, damit es im Winter hell bleibt. Auch beim Höchstverbrauch, meist im kalten und dunklen Dezember, reicht der Strom jetzt und in Zukunft aus.

Das Wirtschaftsministerium hat am 11. August 2008 seinen Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit im Strombereich nach § 51 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgestellt. Auch das bereits seit Mai vorliegende, zugrunde liegende Gutachten wurde nun veröffentlicht.

Der Bericht bestätigt voll die Auffassung des Bundesumweltministeriums, dass die Versorgung sicher gestellt ist und der Atomausstieg hier keinerlei Problem darstellt. Das Gutachten geht von einem leicht sinkenden Stromverbrauch durch Steigerung der Effizienz aus. Es sieht aber auch bei einer expansiveren Entwicklung keine Engpässe in der Versorgung.

Um abzuschaltende Atomkraftwerke und alte Kohlekraftwerke zu ersetzen müssen laut Gutachten 15 Gigawatt (GW) Kraftwerkskapazität bis 2015 und weitere 5 GW bis 2020 zugebaut werden. Bei sehr konservativer Rechnung halten die Gutachter 11 GW schon für sicher. Für das verbleibende knappe Drittel bis 2015 und den Zubau bis 2020 sehen sie keine Probleme. Sie weisen lediglich darauf hin, dass dieses Szenario nicht von anhaltenden Akzeptanzproblemen ausgeht, die den Bau von Kohlekraftwerken verhindern. Andererseits wird aber auch beim Stocken von Projekten keine Gefährdung der Versorgungssicherheit gesehen. In diesem Falle müssten lediglich ältere Kraftwerke länger laufen – was zu höheren Kosten und höheren Treibhausgasemissionen führen würde, nicht aber zu einer Gefährdung der Versorgung. Lediglich bei dauerhaften Akzeptanzproblemen, die zur Verhinderung von Projekten führen gibt es langfristig ein mögliches Versorgungsproblem.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die erneuerbaren Energien auf 30 Prozent der Stromerzeugung zu steigern. Das Gutachten rechnet konservativ mit 23 Prozent.

Auch damit wird jedoch eine gesicherte Leistung erreicht, die auch zu Höchstverbrauchszeiten noch um 5 Prozent oder mehr über dem Verbrauch liegt. Diese 5 Prozent gelten als gut ausreichend für eine sichere Versorgung. Noch mehr gesicherte Leistung könnte man gerade durch erneuerbare Energien zur Verfügung stellen, wenn es Fortschritte bei der Speichertechnik gibt.“

zitat ende

quelle

ich danke für ihre aufmerksamkeit

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telsa

August 16, 2008

hier eine automobile alternative, die es sogar mal in die bildzeitung schaffte. na wenn das mal kein gutes omen ist ? ein paar weitere infos zum thema über den Telsa gibt es dann hier. für mich ist es ja erstmal nicht so akkut da ich ja fahrradmäßig gut aufgestellt bin. aber es ist ein zeichen das es doch noch brauchbare alternativen inkl. der dazugehörigen technologien – und zwar fahrberreit ! – gibt. abzuwarten bleibt natürlich wie die resonanz ausfällt.

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AKWmüll

August 11, 2008

wer also glaubt das ganze AKW(rotz)müllproblem sei in guten händen bzw. gelöst, sollte sich mal das nachvolgende zitat zu gemüte führen, ja auch wenn´s kritisch ist, und sich zumindest mal ne´n kopf machen.

zitat

Atommüll aus Westdeutschland

Dabei genügt schon ein Blick auf die „geschichtliche Entwicklung des Endlagers“, um zu einem ganz anderen Ergebnis als die Bundeskanzlerin zu kommen. Denn von Beginn der Einlagerung 1971 – zu DDR-Zeiten – bis 1991 wurden in dem Lager rund 14.400 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle entsorgt. Dagegen wurden nach der Wiedervereinigung in einer zweiten Einlagerungsphase von 1994 bis 1998 rund 22.300 Kubikmeter Abfälle eingelagert, unter anderem Atommüll aus westdeutschen Kernkraftwerken.

Infobox

Hintergrund:

Das Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Morsleben war bei der Wiedervereinigung übernommen und auf der Grundlage des DDR-Rechtes von der Bundesrepublik weiter betrieben worden. In dem ehemaligen Salzbergwerk an der alten Zonengrenze bei Helmstedt waren seit 1971 radioaktive Abfälle aus dem VEB Kernkraftwerk Greifswald gelagert worden – geheim und unter Aufsicht der Staatssicherheit. Seit 1998 ist die Einlagerung gestoppt. Die endgültige Sicherung des bereits still gelegten Lagers wird nach Angaben von König noch mindestens 15 Jahre dauern.

Das Endlager ist heute ein Sicherheitsrisiko. Im schlimmsten Fall könne Wasser eindringen und radioaktive Stoffe lösen, warnt Wolfram König. Damit könne auch das Grundwasser verseucht werden.

Göppel: Kernenergie keine Lösung

Bislang gibt es weltweit kein funktionierendes Endlager für hochradioaktiven Müll. Dennoch setzt Kanzlerin Merkel weiter auf Atomstrom. „Da glaube ich, dass die Kernenergie aus deutscher Sicht eine Energiequelle ist, bei der wir nicht angesichts des technischen Zustands unserer Kraftwerke sagen sollten, in zwölf Jahren sind wir aus diesem Bereich völlig ausgestiegen“, sagt sie.

ZDF
Josef Göppel warnt vor Risiken der Kernenergie.

Doch jetzt wird auch in der Union erstmals Kritik laut am Atomkurs der Kanzlerin. „Die Kernenergie kann nicht die Energieprobleme der Zukunft lösen. Vor allen Dingen beschränkt sie sich nur auf einen Teilbereich, nämlich die Stromerzeugung, das ist der erste Punkt“, sagt der Umweltobmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Josef Göppel gegenüber Frontal21. „Der zweite Punkt ist, dass die Endlagerung in keinem Land der Erde gelöst ist. Und der dritte Punkt ist das große Risiko, das mit dieser Technologie verbunden ist.“

Atomindustrie: angemessen gezahlt

Die Vertreter der Atomindustrie behaupten unterdessen weiter Umwelt- und Kostenvorteile. Atomenergie sei zwar kein Heilsbringer, meint der Präsident des Deutschen Atomforums, Walter Hohlefelder, aber sie könne angesichts steigender Energiekosten und Klimaschäden einen Beitrag leisten.

Gegenüber Frontal21 weist er den Vorwurf zurück, die Atomindustrie habe sich auf Kosten der Steuerzahler ihrer Abfälle entledigt. Der Preis, den die Industrie für die Einlagerung gezahlt habe, sei angemessen gewesen und habe anteilig auch die Kosten der Stilllegung beinhaltet. Hohlefelder hatte nach der Wende mit dafür gesorgt, dass Morsleben der westdeutschen Atomwirtschaft offenstand. Allerdings damals noch auf der Seite der Politik, denn unter CDU-Kanzler Helmut Kohl war er Abteilungsleiter Endlagersicherheit und blieb es bis 1994. Heute ist er Cheflobbyist der deutschen Atomwirtschaft.

Sicherheitsbedenken ignoriert

Nach der Wende kam den Energieversorgern die Endlagerung in Morsleben gerade recht, meint Peter Dickel von der Bürgerinitiative Morsleben-Netzwerk. „Faktisch ist es so gewesen, dass in den 90er Jahren die Atomkraftwerke voll standen mit Betriebsabfällen, die von der Bildfläche verschwinden sollten“, sagt Dickel. „Es war nicht in Sicht ein Endlager, was im Westen genehmigt werden könnte, und da waren die Kraftwerksbetreiber heilfroh, ihren Müll hier los zu werden, für wenig Geld.“

ZDF
In unterirdischen Hohlräumen sind in Morsleben Atommüll-Fässer gelagert.

Sicherheitsbedenken und Proteste der Anwohner habe es damals bereits gegeben, stellt Dickel fest. „Wir haben kritisiert, dass die Anlage einfach nicht geeignet ist“, sagt der Atomkraftgegner. Seit mehr als 30 Jahren kämpft er gegen die Endlagerung in der Region – auch die Anlage in Morsleben. „Sie ist zu groß, falsch gebaut, es ist ein Wirtschaftsbergwerk und kein Endlagerbergwerk: Da sind Wasser führende Schichten, es bröckelt auseinander, da kann man nicht einlagern und vor allem keine Langzeitsicherheit garantieren.“

Merkel setzt Nutzung durch

Auch das Umweltministerium Sachsen-Anhalt hatte Mitte der 90er Jahre Bedenken gegen die Ausweitung und Art der Entsorgung im ERAM. Unter anderem sah das Ministerium die Standsicherheit des ehemaligen Bergwerks gefährdet, wenn Abfallfässer mit mehr als 400 Kilogramm Gewicht in Hohlräume fallen. Bei der so genannten Abkipptechnik werden die Fässer von oben in den Hohlraum geworfen und nicht unterirdisch gestapelt.

Doch die damalige Bundesumweltministerin Angela Merkel schob die Bedenken der Landesregierung Sachsen-Anhalt beiseite und gab 1997 die Weisung, „den zur Optimierung des laufenden Einlagerungsbetriebes geplanten Versturz von Abfallfässern bis 1.100 Kilogramm in dem Endlager […] nicht weiter zu blockieren.“

„Atomenergie konkurrenzlos teuer“

So wurde trotz aller Bedenken weiter radioaktiver Müll in die Hohlräume des Bergwerks gefüllt – eine gefährliche Hinterlassenschaft für Gegenwart und Zukunft. Die Kosten für die Absicherung der Atomrisiken tragen vor allem die Bürger. „Faktisch ist Atomenergie konkurrenzlos teuer“, kritisiert deshalb Peter Dickel. „Insbesondere wenn man das sieht, was in Deutschland nicht die Konzerne zahlen – die damit Profite machen – sondern was die Steuerzahler zahlen.“ Unter anderem koste auch die Stilllegung des ehemaligen Salzbergwerks Asse II und die Sicherung alter Atomforschungseinrichtungen mehrere Milliarden Euro. „Das sind alles Kosten, die nicht eingerechnet werden in den Strompreis, die wir aber alle bezahlen müssen.“

zitat ende

quelle

AKWpower ist billig ?

August 11, 2008

zitat aus der ZDF sendung Frontal21

Nebenkosten exklusive – Die Lüge vom
billigen Atomstrom
Sendung vom 29. Juli 2008
Von Steffen Judzikowski und Christian Rohde

Anmoderation:
Nur für wenige Waren zahlen wir den wahren Preis. Und schon
gar nicht für den sich als unheimlich billig preisenden Atomstrom.
Denn bei dem fließen viele Kosten erst gar nicht ein – die zahlen
wir Steuerzahler extra. Beispiel Endlager Morsleben: In der DDR
war das Bergwerk für den geheimen Atommüll eine
Verschlusssache im doppelten Sinne, nach der Wende wurde es
zum Ort der strahlenden Vereinigung. Die damalige
Umweltministerin Merkel persönlich entschied – gegen große
Bedenken, dass dort auch noch Atommüll aus dem Westen
versenkt werden dürfe. Später stürzte ein riesiger Salzblock ein –
und jetzt muss die Anlage aufwändig gesichert werden. Kosten
rund zwei Milliarden Euro. Und das zahlen – Sie und ich. Steffen
Judzikowski und Christian Rohde berichten.

Text:
Einfahrt in das Atommüll-Endlager Morsleben. In knapp 300
Meter Tiefe lagert hier, was bei der Stromerzeugung aus
Kernkraft anfällt: Radioaktiver Abfall.
Rund 40.000 Kubikmeter schwach- und mittelstark strahlender
Müll wurden im ehemaligen Salzbergwerk eingelagert. Von
Anfang an galt das Endlager als Sicherheitsrisiko. Der Grund:
Das Bergwerk ist instabil und die Salzschichten zu dünn. Es
drohen Stolleneinstürze und Wassereinbrüche.

O-Ton Wolfram König, Präsident Bundesamt für
Strahlenschutz:
Im schlimmsten Fall kann unkontrolliert Lauge eindringen,
Wasser eindringen. Dieses würde an die Abfälle
herankommen; es würden sich Radionuklide lösen können
und diese Radionuklide könnten dann über einen gewissen
Zeitraum wieder an die Erdoberfläche kommen und damit
zum Beispiel das Grundwasser kontaminieren.

Rückblick. Morsleben liegt auf ehemaligem DDR-Gebiet an der
alten Zonengrenze bei Helmstedt. Der DDR diente es als
atomares Endlager. Und das, obwohl schon bei der Planung
Sicherheitsrisiken bekannt waren.

Bereits 1969 warnen Leipziger Grubenexperten vor der:

Zitat
„… Gefahr eines Ersaufens der Grubenräume infolge eines
Laugendurchbruchs.“

Trotzdem – ab 1971 werden in Morsleben Abfälle aus dem
Volkseigenen Kernkraftwerk Greifswald abgekippt.
Dann kommt die Wende. Die westdeutsche Atomindustrie sucht
händeringend nach einem Endlager. Gegen Gorleben und
Schacht Konrad gibt es Widerstand. So kommt Morsleben
gerade recht.

O-Ton Wolfram König, Präsident Bundesamt für
Strahlenschutz:
Dieses Endlager ist der Bundesrepublik zugefallen. Es ist
das einzig genehmigte Endlager gewesen, was in der
Bundesrepublik existierte. Und die Entsorgungskosten
waren wesentlich geringer als die Kosten, die für die
Entsorgung in Konrad geplant waren.

Politik und Atomindustrie beriefen sich ausgerechnet auf diese
Genehmigung der DDR von 1986. Sie genügte der
Bundesregierung, um im Stollensystem von Morsleben ein
Endlager zu erlauben. Dabei hatte selbst die DDR Atomaufsicht
noch in Wendetagen erneut gewarnt:

Zitat
„Fehlende Aussagen zur Zuverlässigkeit … sowie die
unzureichende Auswertung von Störfällen, stellen … die …

Sicherheit … des Endlagers … in Zweifel.“

O-Ton Peter Dickel, Morsleben Netzwerk:
Im Grunde ist hier das DDR Regime fortgesetzt worden in
jedweder Weise. Man hat darauf gebaut, dass es keine
Diskussionen gibt, keine öffentliche Auseinandersetzung,
keine Sicherheitsfragen thematisiert werden, dass man nicht
mal eine ordentliche atomrechtliche Genehmigung braucht,
das hat man schlicht und ergreifend fortgesetzt.

Schon bald nach der Wende beginnen die ersten Transporte.
Politisch verantwortlich damals: die Physikerin und
Umweltministerin Angela Merkel – sie gab der Einlagerung ihren
Segen.

O-Ton Angela Merkel, CDU, 1996 als
Bundesumweltministerin:
Ich halte Morsleben in dem Maße, wie wir es heute nutzen,
für sicher.

Der radioaktive Abfall wird immer häufiger im sogenannten Versturzverfahren abgekippt. Die Müllfässer fallen dabei bis zu 15
Meter tief in die Salzkammern. Dass sie dabei zerbersten, nimmt
man in Kauf. Als lokale Aufsichtsbehörden das unterbinden
wollen, erteilt Angela Merkel für das Endlager Morsleben die
Weisung:

Zitat:
„… den Versturz … von Abfallfässern … in dem Endlager für
schwach- und mittelradioaktive Abfälle nicht weiter zu
blockieren.“

Und so landet immer mehr westdeutscher Atommüll in Morsleben
Damals applaudiert die Atomlobby der Umweltministerin für ihren
Einsatz.
Heute setzt sie sich als Kanzlerin weiter für die Atomenergie ein.
Fragen zum ungelösten Endlager-Problem wiegelt sie ab, erklärt
Morsleben vornehmlich zu einer DDR-Altlast.

O-Ton Angela Merkel, CDU Bundeskanzlerin:
Da muss man jetzt auch noch mal die geschichtlichen Dinge
sich anschauen. Das ist ja nicht alles von der westdeutschen
Energiewirtschaft verursacht. Insofern muss man sich da
Morsleben noch mal anders ankucken.

Wir haben uns genau angeguckt, woher der Atommüll in Morsleben wirklich kam.

Zu DDR Zeiten wurden rund 14.400 Kubikmeter strahlende
Abfälle eingelagert. Nach der Wende zwischen `94 und `98
kamen weit mehr dazu – über 22.000 Kubikmeter.

Frontal21 liegen die internen Transportmeldungen aus diesen
Jahren vor. Sie belegen: Der Großteil der radioaktiven Abfälle
stammt aus dem Westen. Darunter:

KKW Phillipsburg
KKW Obrigheim
KKW ISAR I
KKW Unterweser
KKW Biblis
KKW Würgassen
KKW Grundremmigen

Also Müll aus den großen westdeutschen Atomkraftkraftwerken.

O-Ton Peter Dickel, Morsleben Netzwerk:
Faktisch ist es so gewesen, dass in den 90er Jahren die
Atomkraftwerke voll standen mit Betriebsabfällen, die von
der Bildfläche verschwinden sollten. Es war nicht in Sicht ein
Endlager, was im Westen genehmigt werden könnte, und da
waren die Kraftwerksbetreiber heil froh, den Müll hier los zu werden, für wenig Geld.

Für Tausende Kubikmeter Atommüll zahlte westdeutsche
Atomwirtschaft nicht mal 100 Millionen Euro. Ein
Schnäppchenpreis. Denn ab 1998 werden die
Sicherheitsbedenken endlich ernst genommen, Morsleben wird
dichtgemacht, das Endlager zum Sanierungsfall.

O-Ton Wolfram König, Präsident Bundesamt für
Strahlenschutz:
Wir rechnen damit, dass wir für den Gesamtverschluss
mindestens 2,2 Milliarden Euro aufbringen müssen. Das
heißt, dass dieser Beitrag der damals geleistet worden ist, ist
sehr gering und das Gros der Kosten wird der Steuerzahler
übernehmen müssen.

Dieser Mann sorgte mit dafür, dass Morsleben der Atomwirtschaft
geöffnet wurde. Unter CDU-Kanzler Kohl war Walter Hohlefelder
Abteilungsleiter Endlagersicherheit – bis 1994. Heute ist er
Cheflobbyist der deutschen Atomwirtschaft. Was sagt er zu dem
Vorwurf, dass sich die Energiekonzerne auf Kosten der
Steuerzahler ihres Mülls entledigen? Schriftlich antwortet
Hohlefelder:

Zitat
„… der Preis war angemessen….Der Vorwurf, die
Kernenergiewirtschaft habe sich auf Kosten der Steuerzahler
preiswert ihres Abfalls entledigt, ist daher zurückzuweisen.“

Das sehen Experten, selbst in der atomkraftfreundlichen Union,
ganz anders. Josef Göppel ist der Umweltobmann von CDU und
CSU im Bundestag. Er warnt: die wahren Kosten der
Atomenergie wurden und werden verschleiert.

O-Ton Josef Göppel, CSU, Umweltobmann CDU/CSU
Bundestagsfraktion:
Es gibt bei der Kernenergie versteckte Kosten. Wenn ich
beispielsweise an das Endlager für schwach- und
mittelaktive Stoffe in Morsleben denke, dann haben wir für
die Sanierung die 25-fachen Kosten für den Steuerzahler
aufzubringen, wie die Konzerne an Gebühren ursprünglich
dafür eingezahlt haben. Und das ist doch etwas, was in den
bisherigen Debatten verschwiegen wurde.

O-Ton Peter Dickel, Morsleben Netzwerk:
Es ist natürlich auch wieder ein Skandal. Letztlich ist es halt
wieder so, dass die Kosten der Atomenergie sozialisiert werden
und die Gewinne privatisiert.

Milliarden verschwiegener Kosten, ungelöste Probleme bei der
Endlagerung. Der Atomkurs der Kanzlerin stößt in den eigenen
Reihen auf herbe Kritik.

O-Ton Josef Göppel, CSU, Umweltobmann der CDU/CSU
Bundestagsfraktion:
Ich halte es politisch und ethisch nicht für verantwortbar,
über lange Zeiträume eine Energieform zu nutzen, von der
man nicht weiß, wie am Schluss der Kreislauf wieder
geschlossen werden kann.

Das Atommüllendlager Morsleben – nur ein Beispiel für die
sozialisierten Kosten der Atomwirtschaft. Milliarden versenkt zur
Gefahrenabwehr – auf Kosten des Steuerzahlers.

Abmoderation:
Schon für die Regierung von Helmut Kohl wurde der wahre Preis
des Atomstroms mit circa vier D-Mark berechnet. Das ist fast das
Dreifache des heute teuersten solaren Ökostroms.

zitat ende/ quelle

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cool

August 7, 2008

beim stöbern in der community bin ich mal wieder auf etwas gestoßen. eine puplikation zu alternativen antriebskonzepten im automobilberreich – dann schaut mal hier rein.

anbei es gibt noch eine zweite seite an deren unterem ende noch was nettes cooles ist…

schaut nach oder hier direkt.

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