Archive for Januar 2010

und so löst frankreich das problem

Januar 18, 2010

tja unser eins macht sich den kopf wohin mit dem müll und frankreich löst das problem auf ganz prakmatische weise. aber lest selbst, hier als zitat:

„Frankreich lädt Atommüll in Russland ab
Strahlendes Sibirien

Seit den 90er-Jahren soll Frankreich heimlich, still und leise einen Teil seines Atommülls nach Sibirien verschiffen. Nach einem Bericht der französischen Tageszeitung „Libération“ lagern knapp 13 Prozent des französischen radioaktiven Abfalls in der sibirischen Stadt Sewersk. Aber nicht in einem gesicherten Endlager, sondern in Containern unter freiem Himmel, auf einem Parkplatz, der Wiederaufbereitung harrend.

Recherchen der Zeitung und des Fernsehsenders ARTE ergaben, dass Frankreich jedes Jahr etwa 108 Tonnen Uran aus seiner Wiederaufbereitungsanlage in La Hague nach Russland bringen lässt. Frankreich würde damit Russland die Lagerung des Mülls überlassen, der eigentlich wiederverwertet werden solle. Das aber passiere nicht, so die Zeitung.

Atomarer Abfall geht auf lange Reise

Der französische Stromkonzern EDF, der alle 58 Reaktoren des Landes betreibt, bestätigte die Angaben laut „Libération“, wollte sich aber dazu nicht weiter äußern. Unternehmensprecher betonten allerdings, dass „kein Atommüll von Frankreich nach Sibirien transportiert“ werde, sondern wiederverwertbares Uran, das in Sibirien erneut angereichert werde.

Dass ein Land seinen atomaren Abfall auf eine 8000 Kilometer lange Reise in ein anderes Land schicken könne, macht nach Angaben der „Libération“ eine Gesetzeslücke möglich: Denn abgereichertes Uran, wieder aufbereitetes Uran sowie Plutonium würden bislang nicht als Atommüll, sondern als „radioaktives Material“ gelten. Aus diesem Grund handele es sich bei den Transporten nach Russland offiziell nicht um Atommülltransporte ins Ausland, die ausdrücklich verboten sind.

Darauf verwies auch EDF. Zudem gehöre das Material nach weltweiten Gepflogenheiten nicht mehr der EDF, sondern dem russischen Unternehmen Tenex, welches das Uran wiederaufbereite.

Die Verantwortung schiebt jeder dem Anderen zu

Allerdings, auch im Inland herrscht Unklarheit über die Zuständigkeiten: So hat sich etwa der Atomkonzern Areva, ein Geschäftspartner von Tenex, zu Wort gemeldet. Areva, das in Frankreich für den gesamten Kreislauf in Sachen Atomenergie und damit auch für die Wiederaufbereitung zuständig ist, nimmt in dieser Sache Partei für Tenex ein. Und weist EDF die Verantwortung zu. So arbeite Areva lediglich im Auftrag des Stromriesen, der „tatsächliche Eigentümer des Materials“ sei somit der Stromkonzern EDF, wie ein Areva-Sprecher gegenüber „Libération“ mitteilte.

Der Hintergrund der Geschichte: In künftigen Atomkraftwerken soll auch abgereichertes Uran als Brennstoff eingesetzt werden können. Bislang kann es aber noch nicht verwertet werden. Aus diesem Grund fordert die Anti-Atomkraftbewegung, dass abgereichertes Uran nicht mehr als „Wertstoff“, sondern als Atommüll eingestuft werden sollte. Damit dürfte es nach der Baseler Konvention über den Export gefährlicher Abfälle nicht mehr nach Russland oder ins so sonstige Ausland exportiert werden.“

zitat ende/ quelle hier <klick>

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asse räumung

Januar 16, 2010

irgendwie platzt mir fast der hals. nun ist es raus: das endlage asse wird geräumt. soll heißen der ganze strahlende müll wird stück für stück an die oberfläche geholt. als ob das nicht von anfang an klar gewesen wär.

unklar ist bisher noch, wer die kosten trägt. jedenfalls hat sich noch keiner freiwillig dazu geäußert. wie auch ? sie werden ja kaum wissen, was da auf sie zukommt. denn asse war ja nur ein forschungsbergwerk. leider hatte man sich aber nicht ganz dran gehalten und neben den leicht strahlenden abfällen auch einiges anderes – stärker strahlendes material – dort gebunkert. sozusagen zum nulltarif. denn der salzstock war ja schon da. so kann man die kosten des atomstroms auch schönrechnen. nur an die folgen hat keiner gedacht. ups !

ich persönlich glaube kaum das die kosten von den subventionierten AKW betreibern getragen werden. denn diese werden mit der gefährdung von arbeitsplätzen argumentieren, ( blöd iss nur sie würden sich damit selbst in´s bein schießen: denn wenn sie leute entlasen müssten, können sie die sicherheit der noch laufenden AKW´s nicht mehr gewährleisten = ergo sie müssten sie schließen. ich hege da so ein wenig die hoffung in diese richtung; quasischließung. ) und versuchen die kosten „gerrecht“ zu teilen.
letztendlich hätten „wir ja alle“ vom billigen atomstrom profitiert !

was mir persöhnlich aber neu wär.

aber alle reden nur übers geld – oder tue ich es nur ? natürlich erde ich zunächst mal nur vom geld. aber mir war von vornherein klar, daß das geld nicht das einzige problem ist.

das problem ist die sicherheit !

dazu will ich nun ein paar statements aus einer 3sat sendung vom 15.01.2010 hier einwerfen. direktklicks gibt es leider nicht. wer also interesse hat müsste es über diesen link <klick> ausfindig machen.

hier nun die infos:

  • 24.000 kubikmeter atommüll aus der BRD wenn es beim atomausstieg bleibt !
  • entspricht 10 große 50meter schwimmbecken voll mit AKW müll !
  • das zeug strahlt viele millionen jahre tödlich ! nicht nur eine millionen jahre, worauf sie sich im moment konzentrieren.
  • das zeug wird einige jahrzehnte zwischengelagert – bis es ein geeignetes zwischenlager gibt. bedeutet es gibt noch keins ! wie auch, denke ich mir ?
  • so ein zwischenlager soll für eine millione ( 1.000.000 ) jahre sicherheit geben. und dann ?

zum vergleich mal ein paar zeiträume, damit man sieht worüber man sich unterhält:

  • vor 2.500 jahren haben die menschen die pyramiden gebaut
  • vor ca. 17.000 jahren haben die ersten menschen ihre bilder an hölenwände gemalt
  • den modernen menschen – den homosapiens – gibt es erst seid ca. 200.000 jahren

und nun will man etwas bauen/ machen was 1.000.000 jahre sicherheit gewährt ?!

es gibt geologen die das sogar für möglich halten. grund ist, sie sind extrem lange geologische zeiträume gewohnt. man muß nur eine geeignete gesteinsschicht finden.

aber !, hat man es gefunden und beginnt dort zu bohren, macht man löcher rein. bedeutet: man schwächt das gestein wieder und es kann probleme geben. das gestein kann nun beginnen zu arbeiten, es kann grundwasser aufsteigen, oder wasser von oben eindringen. außerdem kann es durch ganz natürliche errosion kann die gesteinsbewegung deutlich beeinflussen.
etwas mehr dazu gibt es hier <klick>.

deshalb will man schlauerweise den holraum wieder mit einer spezialmischung aus salz und beton auffüllen. nur dann kommt man im falle X – den noch keiner kennt/ kennen will – nicht mehr an zeug ran. ich vermute auch deshalb, daß man nun asse leerräumt um vor den ganz bösen überraschungen gewahrt zu bleiben.

unter dem strich versucht man etwas sicher zu machen, was man nicht kann. und wenn man das versucht, bedeutet das enorme kosten die noch keiner absehen kann und folglich auch nicht bezahlen will.

wo kämen wir denn dann hin mit dem billigen atomstrom – wo wir doch gar nicht sagen können wie billig oder eben teuer er ist ?

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