Archive for März 2011

so ein tag…

März 25, 2011

so wie heute war es mal wieder so ein tag, wo ich nicht in der ein oder anderen haut stecken wollte – und zwar um´s verrecken nich !

eine email-newsletter von .ausgestrahlt/ zitat

„.ausgestrahlt-Newsletter
Freitag, 25. März 2011
Es schreibt: Nora Lohmeyer

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern kam es raus: Die atompolitische Kehrtwende der Bundesregierung ist
pure Wahlkampftaktik. Wirtschaftsminister Brüderle hat ganz offen
ausgesprochen, was ohnehin viele längst vermuteten. Die sieben AKW, die
die Regierung vorübergehend vom Netz genommen hat, sollen mitnichten
dauerhaft abgeschaltet werden, sondern dienen einzig
strategischer Schachzug, der Union und FDP über die Landtagswahlen retten
soll. Gleichzeitig kann in Fukushima weiter keine Rede von Entwarnung
sein. Experten klassifizieren die Katastrophe dort mittlerweile als
„Super-GAU“ und die nun auftretende Strahlenbelastung als vergleichbar mit
der nach Tschernobyl.

Die vier Großdemos, die morgen in Köln, Hamburg, Berlin und München
stattfinden, sind also bitter nötig. Eine Regierung, die in der jetzigen
Situation so dreist taktiert, muss harten Gegenwind und unseren
entschlossenen Protest zu spüren bekommen! Die AKWs gehören jetzt
endgültig und für immer abgeschaltet! Bitte mach den Tag morgen zu Deinem
persönlichen Zeichen gegen Atomkraft:

1. Komm zur Großdemo nach Berlin, Hamburg, Köln oder München!
Alles, was Du wissen musst:
http://www.ausgestrahlt.de/26maerz

2. Komm nicht alleine!
Je mehr wir sind, desto stärker unsere Botschaft. Immer mehr Menschen
wollen, dass die AKWs abgeschaltet werden, aber erstaunlich viele von
ihnen wissen nicht, was sie dafür tun können. Erkläre es ihnen und bring
sie mit zur Demo! Du kannst ihnen diesen Newsletter weiterleiten oder
diesen Text schicken:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen…rz/weitersagen

3. Sorge dafür, dass wir handlungsfähig bleiben!
Nie war es wichtiger als jetzt. Unterstütze uns mit Deiner Spende, damit
die Anti-AKW-Bewegung schlagkräftig bleibt:
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/26maerz/spenden

Bis morgen!
Nora Lohmeyer
und das ganze .ausgestrahlt-Team“

zitat ende

wirtschaftsminister rainer brüderle ( FDP ) hat wohl ein bisschen zu viel geplaudert. oder besser gesagt, jemand anderes.

ich frage mich jetzt persönlich Frau Merkel, was Sie da für eine truppe zusammengstellt haben ? aufgrund dieser Äußerung, darf man wohl annehmen, daß a. mal wieder personelle konsequenzen in ihren reihen fällig sind und b. gespannt darauf sein, wie sie sich diesmal wieder krampfhaft versuchen werden mit nichtsagendem großem geschafel eine eignen reine weste zu waschen.

meine meinung: nein wir werden nicht in diesen schwierigen zeiten gemeinsam zusammen stehen – sie Frau Merkel stehen mit dem problem alleine da !

und genau SIE tragen die verantwortung dafür. nicht nur dafür, daß diese eventuell unbedachte äußerung an die öffentlichkeit gekommen ist, sondern auch für alles was zu diesen umständen geführt hat. somit auch der von ihren parteigenossen veranstaltete AKW lebenerhaltungsprozess.
denn etwas anderes ist das nicht. ich komme mir vor wie auf einer intensivstation, wo man die schon klinisch toten patienten, an den maschinen lässt, damit man sie für mögliche/ potentielle organspenden nutzen kann – oder sollte ich besser sagen ausweiden ?

übrigens ich habe nichts gegen organspende, ich habe selbst einen organspendeausweis. aber im gegensatz zur organspende, die ethisch meiner meinung nach mehr als vertetbar ist, ist das leider mit dem AKW betrieb nicht.

der BDI-hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf <klick> hat jedenfalls für diesen vorfall schon seinen hut genommen.
gut wer nicht mehr am ruder sitzt, den kann man auch nur schwer fragen, wie es denn tatsächlich um die machenschaften zwischen der aktuellen regierungsspitze und der AKW´lobby aussieht.

-schnitt

rein informativ…

März 19, 2011

…dachte ich. doch kritisch offen ? irrtum, in zwei der mir spontan in´s auge gefallen artikel, ist die kommentarfunktion unterbunden. sollte uns das zu denken geben ? aufgeschreckt wurde ich durch diesen artikel, der auf der wordpress startseite auftauchte. so ganz  spontan frage ich mich da wiederum, was die deutsche rechtssprechung dazu sagen würde ?
aber immerhin, in der dort erwähnten europäischen umfrage wurden „repräsentativ“ 1.000 deutsche bundesbürger ( immerhin 1.000 von ca. 81,8 millionen/ quelle <klick> tabelle unten ) zu ihrer meinung gefragt. das ist natürlich sehr repärsenttaiv.

ich fände es mal ganz schön denjenigen zu wissen/ quelle ???? , welcher diese umfrage gemacht hat und in welchen teilen der BRD ( muß man ja zwangläufig mutmaßungen zu anstellen ).

naja jedenfalls wird thematisch ( anti- AKW ) gleich noch ein artikel vorab veröffentlicht: „Wir können nicht auf Atomenergie verzichten„. dem schreiber sei ganz platt gesagt: doch können wir – und zwar jeder einzelne und auch noch freiwillig. zum dort veröffentlichten blogartikel: ich würde mich mal nicht so auf sachliche fehler versteifen, fakt ist das die technologie im ungünstigsten falle nicht mehr kontrollierbar ist und aktuell schäden in einem noch nicht genau deffinierbaren umfang erzeugt. nur ein ist sicher, nachhaltig – auch wenn gerade letztere begriff eher von der „gegenfraktion“ gebucht ist.

und diese tatsache bezieht nicht alleinig auf fukushima. es ist nicht absolut sicher, ob es dort zu einer ( teilweisen ) kernschmelze gekommen ist oder noch kommen kann. niemand hat in die beschädigten reaktoren hineingeschaut, weder eine umfassende und sachliche untersuchung machen können. und alle messinstrumente im inneren funktionieren nicht mehr oder wenn sie es tun, kann niemand sagen, in wie weit diese informationen verlässlich sind. überhaupt fehlen sämtliche erfahrungen für einen deratigen bisher einzigartigen umfassenden vorfall ( was sich in der hilflosigkeit der menschen vor ort aber auch der übrigen mehr oder weniger betroffenen welt wiederspigelt. jetzt aber bitte nicht als entschuldigung sehen Fr. Merkel & Co. ) .

einzig geigerzähler in der umligenden region, zeigen eindeutigere werte an. leider muß man dabei sagen, daß diese werte wohl nicht im unbedenklichen bereich liegen.

-schnitt

aktuelles

März 18, 2011

leider kommen immer mehr infos an den tag, deshalb mal wieder nur eine kurze linliste:

  • so sollte es in der schweiz wieder losgehen oder wie abgezockt können wir sein <klick>
  • prüfkatalog der AKW´s <klick>
  • thema strompreise durch AKW´s günstiger <klick>
  • und nochmal thema ersparnis <klick>
  • und noch ein bisschen online TV <klick>

-schnitt

Liebe Frau Merkel

März 17, 2011

…O.K. jetzt haben wir ja Gewissheit das alles mit rechten Dingen zugeht.

Und wer prüft die Sicherheit der AKW´s ? Der gute alte Bekannte Hennenhöfer <klick> , der ehemalige Atommanager.

Soviel also zur Glaubwürdigkeit der Frau Bundeskanzlerin.

Liebe Frau Merkel,
die Glaubwürdigkeit ihrer Person befindet sich in etwa auf dem gleichen „Nicht“niveau, wie das des ehemaligen Mitstreiters, der nur ein bisschen bei seiner Doktorarbeit geschummelt hat. ( So bleibt alles in der Familie, was ? Oder sollte man besser Clan sagen ?)
Nur hat das ganze einen Schöhnheitsfehler, wenn diesesmal was schiefgeht, würde ich Sie gerne mit dem gleichen Elan das AKW besichten sehen, wie es vor der Zustimmung der Laufzeitverlängerung gemacht haben.  Evenetuell können Sie sich dann mal wirklich unbedarft nützlich machen, indem sie den Gartenschauch festhalten um Brennstäbe zu kühlen. Ist doch alle sicher und somit auch ungefährlich, oder etwa doch nicht ?
Ja so ein einfacher Bürger hat doch recht einfache Fragen. Aber trösten Sie sich: ich habe gehört es soll recht schnell gehen. Ob es allerdings unangenhem oder gar schmerzhaft ist, kann ich nicht sagen. Eins ist ist aber gewiss: es ist ekelhaft !
Als Anhang sozusagen noch ein paar Meinungen außer der meinigen zum Thema, wer prüft was:

Einen schönen Abend nich Frau Merkel und schlafen sie gut. Wer weiß wie lange noch ?-schnitt

Japan & Frau Gönner

März 13, 2011

ein kleineres erdbeben und schon schalten sich die super AKW´s im hochentwicklungsland japan ab. also wie gesagt hochentwicklungsland und nicht irgendein politisch instabiles drittewelt entwickelungsland. blöd iss nur wenn gar kein strom mehr da ist und die kühlung nicht funktioniert.
aber gut das wir so sichere AKW´s haben. haben wir das ?

fragen über fragen.
wir könnten doch einfach mal die betreiber fragen, doch sie uns antworten geben ?

zumal man es seid neustem in der BRD ja auch nicht so genau nimmt mit den sicherheitsvorschriften und der einsicht in diverse dokumente bzgl. der sicherheit/ zitat:

Frau Gönner, was haben Sie zu verbergen?“ Diese Frage stellten Greenpeace-Aktivisten gestern der baden-württembergischen Umweltministerin.
Der Verdacht: Wenn es um die Sicherheit der Atomkraftwerke im Ländle geht, halten Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) und der Betreiber EnBW brisante Informationen zurück. Ein Kartell des Verschweigens?

AKW Neckarwestheim 1: Längere Laufzeiten trotz Sicherheitsmängel
Das baden-württembergische Atomkraftwerk Neckarwestheim 1, Baujahr 1972, ist der zweitälteste Reaktor in Deutschland. Nach altem Ausstiegsbeschluss hätte es bereits jetzt vom Netz gehen müssen. Durch die beschlossene Laufzeitverlängerung soll es nun bis 2020 weiterlaufen – trotz vieler Sicherheitsmängel.

Im letzten Newsletter habe ich Ihnen davon berichtet, dass Greenpeace ein jahrelang geheim gehaltenes Schreiben des Energieversorgers EnBW veröffentlicht hat. Darin fordert der Betreiber nachdrücklich Sicherheitsnachrüstungen für Neckarwestheim 1. Doch der Antrag verschwand unbearbeitet in der Schublade von Ministerin Gönner.

Warum hat man die Öffentlichkeit nicht über die Mängel und notwendigen Sicherheitsnachrüstungen am Standort Neckarwestheim informiert? In einem offenen Brief fragte Greenpeace bei der Ministerin nach – eine Antwort blieb Frau Gönner bis heute schuldig.

Um den laxen Umgang mit der Sicherheit des AKW Neckarwestheim öffentlich zu machen, kletterten Greenpeace-Aktivisten in den frühen Morgenstunden des 28. Februar auf den Kühlturm des Reaktors. Dort entrollten sie zwei 500m²-große Banner mit der Botschaft „Atomkraft schadet dem Ländle“ nebst Atomtotenkopf. Mit schwarzen Pinselstrichen pinselten sie den Inhalt der Banner als imposantes Fresko auf die weiße Außenwand des Kühlturms.Heute hat Greenpeace Klage gegen den Weiterbetrieb des AKW Neckarwestheim 1 beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg eingereicht. Nach Ansicht von Greenpeace sind die AKW-Laufzeitverlängerungen der Bundesregierung verfassungswidrig.

Am 3. Februar 2011 hat Greenpeace deshalb gemeinsam mit Anwohnern von sieben AKW-Standorten Verfassungsbeschwerde eingereicht. Zu den sieben Standorten gehört auch Neckarwestheim 1. Sollte das Bundesverfassungsgericht entscheiden, dass die Laufzeitverlängerungen unrechtmäßig sind, wäre der Betrieb von Block 1 auch heute schon illegal.

AKW Philippsburg 1: Strafanzeige wegen Aktenunterdrückung
Auch beim zweiten AKW-Standort in Baden-Württemberg wirft das Vorgehen der Umweltministerin drängende Fragen auf. Trotz richterlicher Aufforderung verweigert Umweltministerin Gönner seit 2009 Einblick in Akten der Atomaufsicht zur Sicherheit des Atomkraftwerks Philippsburg 1.

Der Verdacht liegt nahe, dass das Ministerium Unterlagen zurückhält, die Zweifel an der Sicherheit des AKW wecken könnten. Wegen mutmaßlicher Urkundenunterdrückung, Urkundenverfälschung und Rechtsbeugung hat Greenpeace deshalb gestern Strafanzeige gegen Tanja Gönner und verantwortliche Mitarbeiter ihres Umweltministeriums erstattet.

zitat ende/ quelle eine newsletter an mich.die fett und rot gemarkerten zeilen halte ich für besonders brisant. da ist doch was im busch oder ? ich meine die gute frau Frau Gönner ist nur ein rädchen im ganzen uhrwerk. da stellt sich doch die frage, was rauskommen würde wenn die namenhaften anti- akw bewegungen gesammelt anzeige erstatten, auf herausgabe aller unterlagen die im zusammenhang mit der sicherheit von AKW´s stehen. von der endlagerproblematik reden wir mal gar nicht.

-schnitt

informative monokultur ?

März 13, 2011

…und da ja einseitige information und monokultur blöd iss, habe ich auch eine newsletter von .ausgestrahlt bekommen.

.ausgestrahlt-Newsletter
4. März 2011
es schreibt: Kathrin Petz

Lesen, Handeln und Weiterschicken!

Liebe Freundinnen und Freunde,

den ersten Test für die Menschenkette haben wir nicht schlecht gemeistert.
Am letzten Wochenende waren rund 10.000 Menschen bei über 40
Auftakt-Ketten überall in Deutschland gegen Atomkraft auf der Straße. Doch
um am 12. März die 45 Kilometer Menschenkette zwischen Stuttgart und dem
AKW Neckarwestheim zu füllen, reicht das noch nicht aus! Auch wenn wir in
den letzten Monaten große Demonstrationen gestemmt haben: Ob wir gemeinsam
die Kette am 12. März wirklich schließen können, ist längst nicht sicher.
Damit das tatsächlich klappt, müssen wir jetzt noch mal alles geben.
Deshalb unsere große Bitte an Dich: Leg auch Du Dich in den nächsten acht
Tagen noch mal richtig ins Zeug und überzeuge so viele Menschen wie
möglich, mit Dir zur Kette zu fahren. Mehr dazu findest du weiter unten in
diesem Newsletter.

Warum uns diese Kette in Baden-Württemberg so wichtig ist? Weil sie, wenn
sie gelingt, enormen Druck auf die Landesregierung ausüben wird, die
maroden Meiler in Baden-Württemberg tatsächlich abzuschalten. Und wenn
erst in einem Bundesland, und dann auch noch in einem besonders
atom-freundlichen, einzelne AKW vom Netz gehen, dann gerät auch der
Atom-Beschluss der Bundesregierung ins Wanken, dann machen wir klar: Jetzt
muss abgeschaltet werden! Wir können mit der Menschenkette also
buchstäblich den Atomausstieg selbst in die Hand nehmen! Wenn alle
mitziehen, dann haben wir gute Chancen auf einen spektakulären Erfolg.
Können wir auf Dich zählen?

Herzliche Grüße von
Kathrin Petz
und dem ganzen .ausgestrahlt-Team

zitat ende und somit auch erstmal wieder keine weiteren infos von meiner seite. wobei da ja noch die sache mit dem bundesrat aussteht. denn wenn der klage einreicht könnte der ganze deal kippen.
hier als nur eine kurzinfo <klick> von mir zur sache.

newsletter an mich/ teil 2.

März 13, 2011

…was mich dann aber noch mehr beunruhigte war dieser Teil der newsletter:

Heimlichtuerei bei der Atomaufsicht im Ländle

Einen erschreckend laschen Umgang mit ihrer Verantwortung für die Bürger pflegt die baden-württembergische Landesregierung: Umweltministerin Tanja Gönner hat jahrelang notwendige Nachrüstungen am Atomkraftwerk Neckarwestheim 1 verschleppt.

Bereits 2007 hatte der Betreiber, der Energiekonzern EnBW, der Umweltministerin eine umfangreiche Liste mit fälligen Sicherheitsnachrüstungen vorgelegt. 41 Monate passierte gar nichts. Diese Woche veröffentlichte Greenpeace das Geheimpapier, das seit Jahren in der Schublade der Umweltministerin schlummerte. Mehr dazu und den EnBW-Antrag auf Sicherheitsnachrüstung finden Sie hier.

man höre und staune: bereits 2007 haben die betreiber der umweltministerin umfangreiche Listen mit fälligen sicherheitsnachrüstungen vorgelegt ! was ich davon halte brauche ich wohl kaum sagen.


und vor noch nicht mal allzulanger zeit haben sie uns doch erzählt, iss doch alles in butter

-schnitt

die deutsche bundesbahn…

März 13, 2011

…ist ja ein so sauberes verkehrsmittel. wer es glaubt.

da die ein oder andere mail an mich gelandet ist, stelle ich hier mal ein paar Auszüge ein, von Greenpeace fange ich mal an:

gestern stiegen Greenpeace-Aktivisten der Bahn aufs Dach. Und das nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret am Berliner Hauptbahnhof. Denn der Staatskonzern hat alles andere als eine Vorbildfunktion, wenn es um die Weichenstellung Richtung Erneuerbare Energien geht. Die Bahn AG will sich für Jahrzehnte an klimaschädliche Kohle- und gefährliche Atomkraft binden. Wohin die Reise beim Energiemix der Bahn geht, bestimmt maßgeblich ein Mann – Bahnchef Rüdiger Grube. Deshalb hängten die Aktivisten auf dem Dach ein Banner mit dem Hinweis „Atomkraft ist ein Irrweg, Herr Grube“. Über Stunden hatte der Bahnchef Gelegenheit, das Banner aus seinem Büro im Bahntower zu betrachten.

Wenn die Bahn ein wirklich umweltfreundliches Verkehrsmittel werden soll, muss Rüdiger Grube jetzt dafür sorgen, dass sie bis 2030 auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umstellt und kurzfristig aus Neckarwestheim 1 aussteigt. Aus diesem baden-württembergischen AKW stammt fast der gesamte Atomstrom der Deutschen Bahn.

23.000 Menschen haben sich bereits an unserer Petition an den Bahnchef beteiligt. Unterstützen Sie uns dabei, dass es noch mehr werden. Empfehlen Sie die Online-Petition an Freunde und Bekannte weiter…

Wie eine von Greenpeace heute veröffentlichte Umfrage zeigt, wissen 71 Prozent der Bürger in Deutschland nicht, dass der Bahnstrom zu 25 Prozent aus Atomkraftwerken stammt. Ebenso wenig dürfte bekannt sein, dass die Bahn bislang für rund 110 Tonnen Atommüll allein aus Neckarwestheim 1 verantwortlich ist: Damit könnten 11 Castorbehälter gefüllt werden. Genau so viele Castoren werden im nächsten November wieder in das Zwischenlager Gorleben rollen.

Castor-Transport nach Lubmin

Für Castorbehälter gibt es neben Gorleben auch noch andere Bestimmungsorte: Am 15. Februar waren fünf Castorbehälter aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) unterwegs ins Zwischenlager Nord in Lubmin. 900 Kilometer quer durch die Republik ging der hochradioaktive Atommüll von Baden-Württemberg nach Mecklenburg-Vorpommern. Dabei stammen drei Viertel dieses Mülls aus Anlagen in Baden-Württemberg.

Besser geeignet für die radioaktiven Abfälle wäre prinzipiell das Zwischenlager am Atomkraftwerk Philippsburg – nur knapp 20 Kilometer von Karlsruhe entfernt. Greenpeace forderte daher: „Return to sender!“. Mit einer spektakulären Aktion machten Greenpeace-Aktivisten auf den Transportirrsinn mit strahlender Fracht aufmerksam.

Am Dienstag morgen – bevor der Transport das WAK verlassen konnte – setzten Greenpeace-Aktivisten einen feuerroten Container auf die Zufahrtsgleise. Aus dem Container schraubte sich eine ausfahrbare Arbeitsplattform mehrere Meter in die Höhe. Auf der Plattform machten zwei Aktivisten mit einem Banner unmissverständlich klar, was sie von dem Transport halten: „Atomkraft ist ein Irrweg – Stopp Castor nach Lubmin!“ Weitere Aktivisten machten sich für neun Stunden an den Gleisen und am Eingangstor fest.

Informieren Sie sich hier über die Aktion oder lesen Sie unsere Hintergrundinformationen zum Castortransport.

mein kommentar dazu: da wird uns also wieder versucht was zu verkaufen, was so nicht ist. das die bahn eine saubere sache ist. doch mehr infos vom zweiten teil der newsletter gibt es hier <klick>

-schnitt