Archive for April 2011

Hr. Großmann

April 17, 2011

so zum Thema Ethik in Sachen Atomstrom gibt es ja eine Kommission. schön und gut, nur frage ich mich mit welchem Ergebniss eine solche Kommission aufwarten wird, wenn schon die Wirtschaftsbosse eine andere Sichtweise zum Thema haben. Ich werde das folgenden Zitat/ Abschrift in einigen Stücken kommentieren. Durch diese veröffentlichten Sichtweisen, einmal eines Wirtschaftsbosse und einmal von mir, werden, so denke ich, die unterschiedlichen Auffassung von Vertretbarkeit und Ethik sichtbar.

„Essen/ RWE-Chef Jürgen Großmann stellt auch die abgesenkten Gewinnziele seines Konzerns infrage. Wegen des Atomunglücks in Fukushima und dem Atommoratorium in Deutschland hätten sich „Berechnungsgrundlagen und die Gewichtungen in der Branche verschoben“, sagte Großmann der „Börsen-Zeitung“. Er kündigte an: „Die Mittelfristziele werden auf den Prüfstand gestellt.“

Mein Kommetar dazu: werter Hr. Großmann nicht nur bei Ihnen bzw. der Stromwirtschaft hat sich etwas die Gewichtung mittelfristig geändert, sondern auch bei der Bevölkerung. Für die Bevölkerung geht es darum, mit ruhigen Gewissen sagen zu können, wir haben unsere Stimme erhoben und etwas in´s rollen gebracht. Es geht der Bevölkerung nicht um Gewinne sondern um ihre Angst vor einem GAU.

RWE hat erst im Februar seine Ergebnissziele heruntergeschraubt. Bislang ging der Essener Dax-Konzern davon aus, dass das Betriebergebniss bis 2013 um gut ein Drittel im Vergleich zu 2010 sinken wird. Das bereinigte, sogenannte nachhaltige Nettoergebniss prognostizierte RWE für 2013 um fast 50 Prozent unter dem dertzeitgen Niveau. Dabei sind auch Verkäufe vorgesehen. Ob diese Prognosen jetzt noch zu halten sind, ist fraglich.

Mein Kommetar dazu: falls Sie es nicht mitbekommen haben, es steht zur Frage ob man die ganze Technologie, so wie sie bisher uns verkauft wurde, „halten kann“, egal zu welchem Preis.

Die aufgrund des Atommoratorium zu erwartenden Ergebnisseinbußen hatte Großmann zuvor mit einem dreistelligem Millionenbetrag beziffert. „Der Schaden resultiert daraus, dass Strom aus Biblis bereits im Vorfeld verkauft worden ist zu niedrigeren Preisen, als wir ihn nun auf dem Markt zurückkaufen können. Alleine hierbei reden wir über einen dreistelligen Millionenbetrag“, hatte er gesagt.

Mein Kommetar dazu: Hr. Großmann, können Sie uns den auch beziffern, wie groß der Schaden durch die unsachgemäße Handhabung von AKW Anlagen und der Entsorgung ist ? Mal abgesehen von der fehlenden Haftpflichtversicherung.
Und mal ganz nebenbei, wie kann man denn etwas verkaufen, mit gesundem Menschenverstand, was man noch gar nicht hat ? Ach ja so läuft das eben in der Wirtschaft. Man verkauft schon mal was, auf dem Rücken der anderen, was man eh noch nicht hat.

Zugleich warnte der Manager vor Schnellschüssen bei der Abschaltung der Kernkraftwerke und empfahl, die europäische Sicherheitstest abzuwarten. „Es wär doch eine abstruse Vorstellung wenn wir hier Kernkraftwerke abschalten, die EU-Satndard erfüllen“, sagte der Manager.
Schließlich stünden in einem 120-Kilometer-Kordon um Deutschland mehr Kernkraftwerke als in Deutschland selbst. Außerdem benötige man das Geld aus der Kernergie für den Umbau der Energiewirtschaft.

Mein Kommetar dazu: was ist das für eine abstruse Vorgehens-u. Sichtweise ? Um uns herum machen sie Müll und wir ziehen nur mit, weil die es auch machen ? Also der franzose hat schöne rote Förmchen, also müssen wir sie auch haben ? Das ist für mich keinen Steinwurf entfernt von einen frühkindlichen Sandkastenmentalität entschuldigen Sie bitte diese Sichteweise.
Und überhaupt, ist es schon sehr beruhigend, wenn wir dann auch noch Kernkraftwerke haben ? Also ich räume immer erstmal meine eigene Bude auf, bevor ich an andere herantrete und ihnen nahelege, ihre Bude aufzuräumen.

Für den Pro-Atom-Kurs kommt Großmann unter verstärktem Druck der kommunalen RWE-Aktionäre, die insgesamt noch ein viertel der Anteile kontrollieren. Am Donnerstagabend forderte der Rat der Stadt Mühlheim die SPD-Oberbürgermeister auf, in ihrer Eigenschaft als Ausichtsratmitglieder darauf zu dringen, dass RWE seinen Klage gegen die Abschaltung des hessischen Atomkraftwerks Biblis fallen lässt.

Mein Kommetar dazu: eine interessante Verknüpfung und Gewichtung der Politk zur Wirtschaft. Die Stromkonzerne haben die Bevölkerung über die Energieversorung mehr oder weniger im Griff.
Jedenfalls solange, bis die Bevölkerung sagt, daß eine Vorgehensweise, in diesem Falle ein Pro-Atom-Kurs, nicht der beste weg ist. Die RWE möchte also voRWEg gehen und einen deratigen Uralt Reaktor wie Biblis am Netz lassen, nur weil sie den Strom, der unter erhelichen Risiken dort produziert werden soll, bereits verkauft haben.

Also unter voRWEg gehen verstehen zur zeit ein erheblicher Teil der Bevölkerung was gänzlich anderes. Mal so als anstoß Hr. Großmann: sie gehen vorweg, verkünden den sofortigen Ausstieg aus dieser nicht mehr ganz so aktuellen Stromerzeugung, um es mal etwas harmloser auszudrücken, Verzichten dabei auf mögliche Klagen und stecken stattdessen die bereits schon gemachten Gewinne, also kein „Luftgeld“, in die erneuerbare Energieerzeugung.

Der Dortmunder Rat hatte sich mit rot-grüne-linker Mehrheit für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft ausgesprochen. Dortmund ist größter Einzelaktionär von RWE, Oberbürgermeister Jürgen Sierau (SPD) soll bei der Hauptversammelung am kommenden Mittwoch des Konzerns einziehen. Von Rat bekam Sierau den Auftrag, sich in dem Gremium für den Atomausstieg einzusetzten.
Auf der Hauptversammelung soll sich auch Siegens Bürgermeister Steffen Mues als der städtischen RWE-Aktien für einen schnellstmöglichen Ausstieg einsetzten. Mues forderte Großmann dazu im Vorfeld dazu auf.“

Mein Kommetar/ Tipp dazu: kommunale Verbände, eventuell in Form von Vereinen sollten sich zusammenschließen und selbsttätig sich um eine sinnvolle und nachhaltige Energieversorgung der Bürger kümmern. Denn letztendlich werden uns die Kosten für neue Hochleistungsnetzte doch eh abverlangt.
Warum sollten wir sie also wieder über Dritte beaufschlagen lassen, damit sie sich davon ein „kleineren“ Gewinnbonus abzweigen können ?
Es geht nicht um Gewinne machen, sondern darum die Grundversorgung an Energie dem Volk und somit auch der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen und dies in einer deratigen Form, daß wir auch ruhigen Gewissens – also ethisch vertretbar –  unseren Kindern sagen können, wir haben nichts falsch gemacht.

Abschrift/ Zitat ende/ quelle: Westfälischer Anzeiger/ Nr. 90, Samstag, 16 april 2011

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The new hope ( ? )

April 2, 2011

das Fragezeichen lasse ich dabei mal in Klammern, auch weil ich den Begriff Hoffnung nicht als passend bezeichnen würde. Ich denke ganz einfach, es gibt zumindest ein kleines Unternehmen, klein in dem Sinne, daß es bisher noch nicht groß in Erscheinung getreten ist, daß eine Lösung der zu geringen Speicherkapazität von Akkus gelöst hat.

Die DMB Energy GmbH hat mit dem KOLIBRI Mobil Speicher erstmalig einen Fahrt mit einem voll alltagstauglichem E-Mobil von Berlin nach München, über 600km, unternommen ohne dabei zwischendurch „auftanken“ zu müssen.

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