Archive for November 2012

Von Kosten und „Lügen“

November 3, 2012

Aufmerksam bin ich eigentlich durch eine Radiomeldung geworden, doch leider konnte ich so auf die Schnelle dazu keine entsprechende Quelle finden. Platt gesagt: man macht sich Sorgen über zu hohe Kosten bei der Energiewende gerade in Bezug auf Wind un Solarstrom, wo uns angeblich dieselbigen Kosten dazu über den Kopf wachsen.

Und so gibt es für mich zunächst mal eine recht restaunliche Meldung aus einer Ecke, wo ich sie nicht vermutet hätte.
Finanz.de macht sich Sorgen um den Ausbau der erneuerbaren Energien, klar ist aber auch warum. Denn dort werden diejenigen vertreten, die an ihr „verdienen“ können. In Folge also der entsprechende Onlinepresseartikel:

Bern – Die Stromproduktion aus Wasserkraft, Sonne, Wind, Biomasse und erneuerbaren Abfällen hat in den letzten 20 Jahren kontinuierlich zugenommen. Diese Energieträger könnten aber noch stärker erschlossen werden. Das geht aus dem Bericht „Das Potenzial der erneuerbaren Energien bei der Elektrizitätsproduktion“ hervor. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 will der Bundesrat die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien erheblich ausbauen. Der Bundesrat wird im September im Rahmen der Vernehmlassungsvorlage zur Energiestrategie 2050 seine Strategie darlegen.

Die laufenden Arbeiten zur Energiestrategie 2050 zeigen, dass Sonnen- und Windenergie Wasserkraft und Geothermie in der Schweiz über grosse Potenziale verfügen, deren optimale Erschliessung jedoch durch verschiedene Faktoren behindert wird. Dazu gehören einerseits die langwierigen Bewilligungsverfahren und die teils fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung, andererseits führen auch die begrenzten Fördermittel dazu, dass die Realisierung entsprechender Projekte verzögert wird (Kostendeckelung KEV).

Stromproduktion aus erneuerbaren Energien steigt stetig
Seit 1990 hat die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, dazu gehören Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse (Holz, Biogas, Abwasserreinigungsanlagen ARA), Geothermie und erneuerbare Abfallbestandteile, stetig zugenommen. Mit der Einführung der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) am 1. Januar 2009 hat sich dieser Trend, wenn auch unterschiedlich je nach Energieträger, weiter verstärkt. So ist die Produktion der Wasserkraftwerke zwischen 1990 und 2010 von 30‘675 GWh auf 37‘450 GWh gestiegen, die Stromproduktion aus erneuerbaren Abfallbestandteilen (Kehrichtverbrennungsanlagen, Biogas aus Gewerbe und Industrie, Feuerungen für erneuerbare Abfälle und Deponiegas) hat von 372 GWh auf 971 GWh zugenommen und  auch die Stromproduktion in Abwasserreinigungsanlagen hat sich in den letzten 20 Jahren von 59 GWh auf 122 GWh praktisch verdoppelt. Die Nutzung von Biomasse zur Stromproduktion (automatische Feuerungen aus Holz, Feuerungen mit Holzanteilen und Biogas aus Landwirtschaft) hat zwischen 1990 und 2010 ebenfalls deutlich zugelegt, und zwar von 7 GWh auf 183 GWh. Sonnen- und Windenergie haben erst in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, so dass das erschlossene Potenzial insgesamt noch bescheiden ausfällt. So lag die Solarstromproduktion 1990 bei 1 GWh und 2010 bei 83 GWh, beim Wind stieg der Anteil von Null auf 37 GWh. Die Geothermie steckt erst in den Startlöchern: In der Schweiz ist bislang noch kein Geothermiekraftwerk in Betrieb. (BFE/mc/cs)

Zitat Ende/ Orginalquelle vom 03.11.2012 hier <klick>

Man beachte mal die Zahlen der Steigerungen aufgeführt von 1990 bis 2010.

  • Wasserkraftwerke von 30‘675 GWh auf 37‘450 GWh
  • Erneuerbaren Abfallbestandteilen von 372 GWh auf 971 GWh
  • Biomasse von 7 GWh auf 183 GWh
  • Solarstromproduktion von 1 GWh und 2010 bei 83 GWh
  • Wind von Null auf 37 GWh

Natürlich reden die einen von den Kosten so und die anderen von den Kosten eben anders. Und damit der einfach Bürger sich auch mal eine andere Sichtweise zu dem ach so teurer Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugern machen kann, also nicht wie – so unterstelle ich mal – gezielt von BILD publizierten Zahlen , zum Thema Strompreis, stelle ich mal ein paar Zahlen unter dem Motto Gesamtgesellschaftliche Kosten der Enrgieträger in Cent pro Kilowattstunde hier ein.
Die Zahlen entnehme ( Quellenangabe ) ich dem Greepeace Magazin/ Druckausgabe 04/ 2012 wie folgt:

  • Steinkohle 14,8 Ct/kWh
  • Braunkohle 15,6 Ct/kWh
  • Atomstrom 42,2 Ct/kWh
  • Wind 8,1 Ct/kWh
  • Wasser 7,6 Ct/kWh
  • Photovoltaik 36,7 Ct/kWh

Man kann also recht genau sehen was uns was unter dem Strich kostet, wobei die echten Kosten zum Thema AKW Strom „etwas“ langfristiger angelegt sein werden, denn wir erinner uns, die Entsorgung des Atommülls ist bis heute nicht gelöst und wir schieben schon einen bisher immer noch nicht ermittelten Kostenumfang vor uns her. Ich glaube, bissig bemerkt, unter dem Begriff Generationenvertrag verstaht man eigentlich was anderes ?

Übrigens hierzu noch ein online ersuchbares interessantes PDF Dokument in der Schnellansicht <klick>.

Ein schönes Wcohende noch.

Advertisements