Archive for Mai 2013

Soziale Ungleichheit…

Mai 24, 2013

Der Großteil der Menschen nimmt immer noch an das alles mit rechten Dingen zugeht. Auch beim Thema soziale Gerechtigkleit hört dieses Selbstverständnis nicht auf.
Und das trotzt, oder gerade wegen, daß es in der letzten Zeit immer offensichtlicher wird, daß etwas nicht stimmen kann – ja nicht stimmen muß. Wie sagt man so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt.

Können wir uns nun alle selbst Beileid wünschen ? Weil die Hoffnung schon tod ist ? Wie ich auf diese Gedanken komme ? Ich hatte heute Glück und habe einen längeren Beitrag aus dem WDR 5 Hörfunk nachverfolgen können.
In der Redezeit war heute folgender Beitrag zum Thema „soziale Ungleichheit – kein Thema für Eliten“ im Radio zu hören. Wen es interessiert, kann ja mal reinhören, der Seitenaufbau und amit auch das reinhören dauert etwas. Es lohnt sich aber.

BMW & Altmaier

Mai 14, 2013

Ja ich gebe es zu, ich bin auch bei Facebook, allerdings incognito. Und ich bin nur dort und bei Twitter übrigens auch, weil es mir stinkt, daß gewisse Informationen nicht genug in Umlauf gebracht werden. Und warum so nicht diese Mittel zum Zweck nutzten ?

Wie Greenpeace hier berichtet ( wo ich übrigens Spendenmitglied bin ) gibt es da wohl ein zwei Dinge noch mal deutlich gesagt werden sollten. Ich zitiere mal kurz den Eingansgtext der bei Greenpeace steht ( leicht unterfüttert mit ein paar Direktlinks, damit man auch mal den Menschen in´s Gesicht sehen kann ):

In ungewöhnlicher Aggressivität hat BMW-Chef Norbert Reithofer heute die von der EU geplanten CO2-Grenzwerte für Neuwagen attackiert. Auf der Hauptversammlung des Konzerns bezeichnete er ambitionierte Abgasgrenzwerte als „politisches Wunschkonzert“ und „verkehrte Welt“.…“

…und schiebe so meinen Kommentar bei Facebook gleich hier hinterher.

Es wird immer genug Leute geben die nicht begriffen haben, daß eine deratige Umweltsauerei irgendwann auf uns alle wieder zurückfallen wird. Ich würde vorschlagen Hr. Reithofer und Hr. Altmaier mal gemeinsam so eine richtig dicke Brise Auspuffgase zu verabreichen. Aber wahrscheinlich haben sie die schon bekommen. Denn sonst würde sie nicht nicht so einen Blödsinn vertreten.“

Interessant ist jetzt aber, das eben genau dieser Norbert Reithofer ein neues Modell präsentierte. Anbei noch ein kurzer Textauszug dazu:

Bei der BMW-Hauptversammlung in München steht gleich neben der Vorstandstribüne das neue Elektroauto, der i3, der ab diesem Jahr produziert wird. Er soll zeigen, welche Bedeutung alternative Antriebe künftig bei dem Münchner Autohersteller haben. Man glaube an die Elektromobilität und man bringe sie auf die Straße, versicherte der Vorstandschef Norbert Reithofer den Aktionären und sprach gar von einer Revolution...“

Zitat Ende/ Orginalquelle Deutschlandfunk Homepage Stand vom 14.05.2013

Jetzt stellt man sich natürlich die Frage was steckt dahinter ? Also ich zumindest tue das und vermute mal so glatt, man ist sich da wohl nicht ganz so sicher mit diesem BMW i3.
Oder könnte es einfach nur sein, das der letzte Gehaltszuschlag – immerhin jetzt 6,6 Millionen Euro im Jahr ( Quelle Spiegelonline vom 14.05.2013 ), das Denkvermögen zu sehr vernebelt.

Nein ich denke mal, es geht wie immer nur um Gewinnmaximierung. Und so ein schicker i3 wird nicht gleich die Absatzzahlen puschen, zumal ja auch noch die Investitionen reingeholt werden müssen. Naja denn sonst werden die Aktionäre sauer.
Und dann ist da noch das Problem mit der bestehenden Modelpalette. Ich meine die werden ja auch noch alle eine ganze Zeit lang gebaut werden ( müssen ). Man kann sich also nicht auf der einen Seite mit vermeintlichen Federn schmücken wie Inovation, aber auf der anderen Seite den regulären Absatz wegsacken lassen. Denn ein Massenautomobil wird der i3 nicht werden. Dagen spricht schon der Preis mit ca. 40.000 Euro ( auch hierzu eine Onlinequelle und zwar von auto.de 14.05.2013 ), also auch die Zielgruppe.

Wobei ich hier aber schon fast erleichternd einfügen muß, wenigstens da ist BMW realistisch. Denn was uns eigentlich die automobile Fortbewegung kostet, wird auch mit den nur 40.000 Euro nicht abgegolten sein. Gesellschaftskristisch in die Glaskugel geschaut, sehe ich da eine Zweiklassengesellschaft auf uns zurollen. Jene die es sich leisten können und die anderen, die dann eben nach Alternativen greifen müssen oder auch wollen.

Aber gut, lassen wir diese Zukunft erstmal außen vor. Um so bedaurelicher ist, daß wieder diese dann doch sehr unangenehme Verknüpfung, um nicht zu sagen Verstrickung, gemeinhin auch bekannt als Lobbyismus, zu Tage tritt. Hierzu nochmal ein Auszug aus dem Greenpeace Text:

…Nachdem das EU Parlament kürzlich die Sonderwünsche speziell von BMW und Daimler, vertreten durch Umweltminister Peter Altmaier (CDU), zurückgewiesen und eine weitere Aufweichung des ohnehin schon laschen Grenzwertes von 95 g CO2/km (ca. 3,9 Liter Sprit) verhindert hatte, sind nun anscheinend die Lobbyisten wieder am Werk.

…“

Es sind doch immer wieder die gleiche Pappkameraden die in´s Fettnäpfchen treten. Nur bei der CDU/ CSU merkt es keiner. Aber mit dem Finger immer auf die Gegenseite zeigen…