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Prophet des Weniger

Juni 10, 2013

immer wen ich denke, das und das wäre gut, wenn ich es besitzten würde, merke ich, es ist doch nicht gut. Und so sind meine Ansprüche über die Zeit meines Lebens andere geworden.

Analog zu „Kann das weg?“ ist mir dann dieser Artikel aus dem Spiegel Nr. 18/ 2013 mit dem Titel „Prophet des Weniger“ in´s Auge gefallen.

Ja gut, auch wenn ich es zugebe, der Spiegel ist auch nicht mehr das, was er mal war und ich habe den Spiegel schon gelesen, als ich gerade anfingt Pickel zu bekommen, iss also schon ne´ lange Weile her.
Auch gehöre ich keinesfalls zu den Abonenten, zumal ich Zeitungen so gut wie nie aboniere, was wohl auch eine Form des Konsumverzichtes ist ( * ), aber hin und wieder lese ich den Spiegel, wenn ich ihn in die Finger bekomme. Dann aber auch wirklich nur das, was mich interessiert. Denn soviel Neues steht da auch nicht mehr drin.

Nun was sagt der Artikel kurz gefasst aus ? Es geht im wesentlichen geht es um die Kritik am dauerenden Wachstum als Mittel des Kapitalismus. Und um die Frage ob es eine Alternative gibt ?

Ist auf jeden Fall interessant zu lesen.

Zitat:“Seid kurzem hat Welzer in Flensburg auch noch eine Proffesur für Transformationsdesign. Was das ist ? „Das wissen wir selbst noch nicht genau“, sagt Welzer einem Lokaljournalisten. Aber Ziel sei es, die „systematische Verarsche“ der Industrie zu kontern, die Dinge produziert, die ohne Not kapuutgingen oder kaum mehr zu reparieren seien. Welzer will „Korridore designen“, in denen Unternehmen Zeit bekommen, um aus gesichtslosen No-Name-Produkten wieder solche mit Herkunft, Haltbarkeit und Historie zu machen.“ Zitat Ende

Ja das gefällt mir dann doch mal gleich super. Und ganz tief in Hinterkopf habe ich da das Manufactum, wo es all die Dinge gibt, die sich schon seid mehreren Jahrzehnten bewährt haben. Gut auch wenn sie nicht gerade Schnäppchen sind – auf den ersten Blick.

Zitat:“Aber kann es Wohlstand ohne Wachstum und Wachstum ohne ökologische Schäden überhaupt geben ? Wie sollen in einer stagnierenden oder gar schrumpfenden Wirtschaft die Arbeitsplätze erhalten werden ? Wie soll der Staat dann seine Schulden bedienen, zumal gleichzeitig auch gleichzeitig noch die Bevölkerung abnimmt ?“ Zitat Ende

Das sind natürlich kritische Fragen oder besser Gedanken. Ich frage mich was ist Wachstum oder noch besser in welchem Umfang ist Wachstum sinnvoll ? Hat Wachstum nicht den Sinn sich Reserven zu schaffen ? Oder wird der heutige Begriff Wachstum eher mit Überfluss verwechselt oder gar gleich gestellt ? Macht Wachstum glücklich ?

Zwei Personen werden in dem Artikel hauptsächlich genannt. Zum einen der Konsumkritiker Harald Welzer und der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech.

* Ich habe ganze zwei Zeitschriften im Abo. Die aber auch nur, weil man sie so nicht gut bekommt, bzw. nur in Bahnhof-Schreibwarenläden und der Weg dorthin ist mir dann doch zu blöd. Kostet unnötig Sprit und auch Zeit. Mein wertvollstes Gut, neben der Gesundheit.